Präventionsrat gegründet: Gemeinde Großkrotzenburg stärkt Sicherheitsarbeit
Bereits im April 2023 wurde die Gemeinde als 143. Kommune im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen in das Programm aufgenommen. Im Rahmen der offiziellen Begrüßung überreichten Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Stefan Sauer, sowie Dirk Fornhoff vom Polizeipräsidium Südosthessen Bürgermeisterin
Theresa Neumann das offizielle KOMPASS-Starter-Kit.
Mit der konstituierenden Sitzung des Präventionsrates am Dienstag, den 30. Juni 2026 ist nun ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Sicherheitssiegel erreicht worden. Unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Theresa Neumann gehören dem Gremium die Fachbereichsleitungen, beziehungsweise Vertreter der Fachbereiche Ordnungsverwaltung, Bauverwaltung, Finanzverwaltung, Jugendpflege und Bauhof an.
In ihrer Begrüßung betonte die Bürgermeisterin die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Sicherheit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und könne nur im Zusammenwirken von Verwaltung, Polizei und weiteren Akteuren erfolgreich gestaltet werden.
Für die Polizeidirektion Main-Kinzig blickte der leitende Kriminaldirektor Martin Nickl in seinem Grußwort auf die Entwicklung der Gemeinde im Rahmen der Initative „KOMPASS“ zurück. Er zeichnete den Weg von der Aufnahme in das Präventionsprogramm bis zur Gründung des Präventionsrates nach und bezeichnete diesen als wichtigen Schritt für die kommunale Sicherheitsarbeit.
Dabei hob Herr Nickl die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und den KOMPASS-Fachberatern des Stabsbereich E4 (Prävention) hervor. Sein Dank galt auch der Sicherheitsberaterin für Seniorinnen und Senioren, Frau Frigge, sowie dem Schutzmann vor Ort, Polizeioberkommissar Volker Rostig, die mit ihrem engagierten Einsatz und dem kontinuierlichen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern einen wertvollen Beitrag zur Präventionsarbeit leisten.
Mit Blick auf die Sicherheitslage stellte Herr Nickl fest, dass Großkrotzenburg bei der Kriminalitätsbelastung seit Jahren deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen liege. „Man lebt hier sicher“, fasste er die Entwicklung zusammen und betonte zugleich, dass Präventionsarbeit ein fortlaufender Prozess sei. Der Stabsbereich Prävention des Polizeipräsidiums Südosthessen begrüße daher ausdrücklich die nächsten Schritte, die die Kommune mit der Gründung des Präventionsrates nun gehe.
Im Anschluss stellte Polizeihauptkommissar Holger Wegmann die Entwicklung der Sicherheitslage in Großkrotzenburg anhand der polizeilichen Kriminalstatistik vor. Er gab einen Überblick über die Fallzahlen und deren Entwicklung von 2016 bis heute und erläuterte dabei die wesentlichen Veränderungen sowie aktuelle Schwerpunkte der Sicherheitsarbeit.
Die Initiative KOMPASS setzt auf einen umfassenden Präventionsansatz. Gemeinsam mit Polizei, Verwaltung, Vereinen, Schulen, Unternehmen und weiteren gesellschaftlichen Partnern werden örtliche Sicherheitsbedürfnisse analysiert und individuelle Lösungen entwickelt. Dabei stehen sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt.
Der neu gegründete Präventionsrat wird künftig regelmäßig zusammenkommen, um die Sicherheitslage in Großkrotzenburg zu bewerten, Handlungsfelder zu identifizieren und geeignete Präventionsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, die Sicherheit in der Gemeinde zu verbessern und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken. Als nächster Schritt im „KOMPASS“-Prozess ist eine Bürgerbefragung geplant, mit der das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erfasst werden soll. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine fundierte Grundlage, um Präventionsmaßnahmen bedarfsgerecht auszurichten und vorhandene Ressourcen gezielt einzusetzen.
Die Auswertung der Befragungsergebnisse dient zugleich als Basis für weitere Arbeit des Präventionsrats sowie die Bildung themenbezogener Arbeitsgruppen. Hier sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich ein weiteres Mal aktiv einzubringen und an der Entwicklung von Lösungen mitzuwirken, um die Sicherheit in der Kommune nachhaltig zu stärken.
Sie soll Aufschluss über die Einschätzungen, Wünsche und das persönliche Sicherheitsempfinden der Bevölkerung geben. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und bilden die Grundlage für die Arbeit des Präventionsrates sowie für die Bildung themenbezogener Arbeitsgruppen, die konkret Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Sicherheit in Großkrotzenburg entwickeln und umsetzen sollen.


