Neues aus dem Rathaus
Haushalt 2026: Fokus auf Kinderbetreuung, Sicherheit, Feuerwehr und Infrastruktur in Großkrotzenburg
In dieser Situation ist es die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Politik verantwortungsvoll zu planen, klare Prioritäten zu setzen und trotz aller Belastungen möglichst geringe Einbußen zuzulassen.
Der Gemeindevorstand hat deshalb klare Schwerpunkte definiert:
- eine gute Betreuung für Kinder und Jugendliche vor Ort,
- die Schaffung und den Erhalt einer sicheren Infrastruktur,
- die Stärkung der Feuerwehr,
- eine transparente und bürgernahe Verwaltung.
„Der Gemeindevorstand hat im Investitionsprogramm starke Priorisierungen und Einsparungen vorgenommen, um ein umsetzbares Arbeitsprogramm vorzulegen. Auch bei knappen finanziellen Mitteln sind eine Stärkung der Kinderbetreuung, unserer Feuerwehr und der Infrastruktur nicht verhandelbar“, betont Bürgermeisterin Neumann.
Priorität: Kinderbetreuung
Für die Kinderbetreuung sind rund 4,5 Mio. Euro für u.a. Betriebskostenzuschüsse an externe Träger eingeplant. Durch die Umwandlung der Hortbetreuung in eine Schulbetreuung können im Kinderhaus zwei neue Kindergartengruppen geschaffen werden. Zudem sind Mittel für inklusive Spielgeräte auf dem Abenteuerspielplatz vorgesehen.
Priorität: Stärkung der Feuerwehr
„Eines der größten Projekte der kommenden Jahre ist der Umbau der Feuerwehr“, so Neumann. Gemeinsam mit den Gemeindebrandinspektoren, dem Kreisbrandinspektor und in Abstimmung mit der Unfallkasse Hessen wurde ein zukunftsfähiges Konzept für den Umbau am bestehenden Standort erarbeitet. Weitere Maßnahmen für die Feuerwehr umfassen unter anderem: eine Entschädigungssatzung, Handfunkgeräte und Pager, Schlauchtragekörbe und Schlauchrollgeräte, Rollwagen für die Kinderfeuerwehr, Schwerlastregale, Satellitentelefon, Ersatzbeschaffung von Atemschutzmasken. „Wir gehen mit großen Schritten voran bei der Stärkung der Feuerwehr und beim Thema Katastrophenschutz“, so Neumann.
Priorität: Notwendige Investitionen in die Infrastruktur
- Kläranlage: Über Jahrzehnte hat sich ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut. Dieser wird nun konsequent abgearbeitet: Neubau eines Faulturms, Klärschlammzwischenlager, Notstromversorgung, Kanalsanierungen und weitere Maßnahmen sind vorgesehen.
- Infrastrukturmaßnahme Ost: Die Maßnahme umfasst eine Linksabbiegespur in die Kahler Straße zum Ärztehaus, eine Linksabbiegespur zum Gelände vor dem Oberwaldstadion, zwei Fußgängerüberwege, die Neugestaltung des Fuß- und Radwegs in der Joseph-Berberich-Straße, zwei neue Bushaltestellen am Ärztehaus. Zudem sind Mittel für die Anbindung des Wohngebiets „Am Waldsee“ eingeplant, um einen Fuß- und Radweg zur Joseph-Berberich-Straße zu realisieren.
- Weitere Infrastrukturmaßnahmen: Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen verbleibt im Haushalt. Erste Straßenerneuerungen sind mittelfristig für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen.
Priorität: Stärkung der Vereine
Freiwillige Leistungen tragen wesentlich zu Lebensqualität, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit bei. Deshalb sind die Vereinszuschüsse weiterhin im Haushalt enthalten. Neu vorgesehen ist ein Bürgerbus mit einem Startzuschuss von 30.000 Euro. Auch der erhöhte Zuschuss an die Wassersportfreunde für das Hallenbad ist erneut berücksichtigt.
„Wir stehen vor einer anspruchsvollen Haushaltslage. Die Kosten steigen in vielen Bereichen. Unser Ziel bleibt, die Grundversorgung sicherzustellen, notwendige Projekte umzusetzen und gleichzeitig unsere finanziellen Spielräume verantwortungsvoll zu nutzen“, so Neumann.
Am Freitag, den 20.02.2026, findet die Abstimmung in der Gemeindevertretung über den Haushalt statt. „Ohne beschlossenen Haushalt dürfen wir die große Mehrzahl der im Haushalt verankerten Projekte leider nicht umsetzen. Das würde zu erheblichen Verzögerungen z.B. im Bereich Feuerwehr führen, wo jedoch dringender Handlungsbedarf besteht“, warnt Bürgermeisterin Theresa Neumann.

