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Veranstaltungskalender

Entdecken Sie aktuelle und in Kürze anstehende Veranstaltungen in Großkrotzenburg

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Gemeinde Großkrotzenburg

Bahnhofstraße 3
63538 Großkrotzenburg
Telefon: 06186 2009-0
Fax:   06186 2009-222

Öffnungszeiten

Mo    8:30 - 12:00 Uhr
Di     8:30 - 12:00 Uhr
Mi     8:30 - 12:00 Uhr
Do  14:00 - 18:00 Uhr
Fr     8:30 - 12:00 Uhr

Fundbüro online

Im Online-Fundbüro » haben Sie die Möglichkeit, rund um die Uhr alle Fundgegenstände abzufragen, ob der von Ihnen verloren gegangenen Gegenstand abgegeben wurde.

Museum

Am 2. Sonntag im Monat, von 14 bis 17 Uhr, geöffnet.

Sonderführung auf Anfrage.
fuehrungen@museum-grosskrotzenburg.de »  
Tel.: 06186/8922.

Das Haus des Museums, Römerkastell 2, wurde vor über 100 Jahren als Schule erbaut. Es liegt inmitten eines ehemaligen Römerkastells, von dem noch Reste eines Eckturmes und Teile einer 5 m hohen Umfassungsmauer zu sehen sind. Turm und Mauer sind übrigens die ältesten oberirdischen römischen Bauwerke diesseits des Rheins.

 

Regionales Limes-Informationszentrum für den Main-Kinzig-Kreis

Im Jahr 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes, das größte Bodendenkmal Deutschlands, zum Welterbe der UNESCO ernannt.
Von großer Bedeutung für die Gemeinde, den Geschichtsverein, wie auch für die Region ist die Tatsache, dass das Großkrotzenburger Museum durch die Hessische Landesarchäologie als Limes-Informationszentrum für den gesamten Main-Kinzig-Kreis ausgewählt wurde.

Ein Rundweg durch das Römische Großkrotzenburg führt geschichtsinteressierte Besucher nicht nur ins Museum, sondern auch zu historischen Stätten und Fundstellen des ehemaligen Römerkastells und der dazugehörigen Zivilsiedlung. Die 15 Informationstafeln sind außer in deutscher Sprache auch in französischer und englischer Sprache verfasst.
Im Kastellbereich am Museum Großkrotzenburg befinden sich Informationen über den beschilderten Rundweg, den obergermanisch-rätischen Limes, das Welterbe der UNESCO und den Limes im Main-Kinzig-Kreis.

Rundweg durch das römische Großkrotzenburg
Die einzelnen Stationen des Rundweges im Überblick:

• Limes-Informationszentrum Museum Großkrotzenburg
• Südwestturm des Kastells
• Westtor des Kastells (Breite Straße)
• Nordtor des Kastells (Kirchstraße)
• Brennöfen der Militärziegelei (Friedrich-/Louisenstraße)
• Osttor des Kastells und Limes (Steingasse)
• Südtor des Kastells (Kirchstraße)
• Kastellmauer an der Kirche
• Latrine im Kastell (hinter dem Museum)
• Mainlimes (Tränkgasse am Main)
• Römerbrücke (Mainpromenade)
• Römerbrunnen (Hanauer Landstraße)
• Beneficiarierstation (Hanauer Landstraße)
• Kastellbad (Breite Straße)
• Mithrasheiligtum und Gräberfeld (Lange Straße)

Vom Keller bis zum Dachboden dokumentiert das Museum die Zeitgeschichte von der Urzeit bis in unser Jahrhundert. Die Vorgeschichte gliedert sich in Altsteinzeit, Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit bis hin zur Zeit der Kelten. Viele originalgetreu rekonstruierte Werkzeuge, Waffen und Geräte, besonders aus der Steinzeit, sind dabei zu 'begreifen'. Der 'Römischen Besatzungszeit' wurde ebenfalls sehr viel Beachtung geschenkt. Zu sehen sind Mithrasheiligtum, Weihesteine, Reste der römischen Mainbrücke, Karten, Modelle, Dioramen, Rüstungen, Waffen, Eisengeräte, Keramik, Gläser, eine verwendungsfähige Getreidemühle sowie Hypokaustkacheln aus der obergermanischen Heeresziegelei, die mehr als 100 Jahre in unserer Gemeinde angesiedelt war. Auch die Darstellung der Großkrotzenburger Ortsgeschichte nimmt ein breites Spektrum ein. Von der ersten urkundlichen Erwähnung über das Mittelalter, die Zeit der Hexenverfolgung bis hin zur Neuzeit sind viele geschichtliche Perioden vertreten.

An 15 lebensgroßen Figuren und in ca. 10 Schubkästen sieht man anschaulich die Kleidung und allerhand Zubehör, mit dem sich Männer, Frauen und Kinder modisch herrichteten. Feine Stick-, Strick- und Häkelarbeiten sowie spitzenverzierte Unterwäsche treffen sogar unseren heutigen Geschmack.

"Alt Krotzenburg" zeigt auf dem Dachboden des Hauses das bäuerliche Leben und Wohnen wie es unsere Urgroßeltern noch kannten. Die etwa 10 verschiedenen "Stuben" sind jeweils in geschlossenen Ensembles angeordnet. Zu sehen sind: sakrale Gegenstände, ein Kreuz als Erinnerung an den alten Friedhof, die alte Schulstube, Flachsbereitung und Weberstube, Dorfwirtschaft und Bauernküche, der Schreibtisch des Bürgermeisters, eine Wohnstube mit Perlenstickerei, eine Schlafstube und ein Jugendstilzimmer.

Im Keller des Hauses lernen die Museumsbesucher die Arbeitswelt unserer Vorfahren in mehr als 15 komplett eingerichteten Handwerksstuben kennen: Schusterstube, Küferei, Wagnerei, Schmiede, der Dorfbrunnen, viele landwirtschaftliche Geräte, Hausmetzgerei, Druckerei, Diamantschleiferei, Silberschmiede und Töpferei sowie eine Backstube zeigen die damals überwiegend männlichen Berufszweige, während die Bürstenmacherei, Zigarrenmacherei, Krämerladen und Waschküche den Frauen in früherer Zeit nur geringe Möglichkeiten zum Gelderwerb boten.

Eine Besonderheit des Großkrotzenburger Museums ist es, dass nicht alle Ausstellungsstücke hinter Glas verpackt sind. Man kann zum Beispiel eine Steinzeitaxt in die Hand nehmen, einen Römerhelm aufsetzen und sogar ein "Kind" windeln ganz ohne "Pampers", wie es noch die Großmutter tat. Kein Wunder, dass viele Schulklassen auch aus der Umgebung den Weg in dieses Museum finden, um dort je nach Thema einen interessanten Anschauungsunterricht zu erleben.

Angeboten werden Führungen, die immer öfters auch von Erwachsenengruppen und Vereinen besucht werden, zu folgenden Themen:
• So lebten unsere Vorfahren in der Steinzeit
• Die Römer am Main
• Wie wohnten die Menschen zu Uromas Zeiten?
• Die Hexenverfolgung
• Die Dorfschule vor 100 Jahren
• Alte Handwerksberufe

Das Museum unter der Leitung des Heimat- und Geschichtsvereins ist geöffnet am 2. Sonntag im Monat von 14 - 17 Uhr. Sonderführungen können außerdem unter Telefon 06186/8922 vereinbart werden.


Web: www.museum-grosskrotzenburg.de »