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Gemeinde Großkrotzenburg

Bahnhofstraße 3
63538 Großkrotzenburg
Telefon: 06186 2009-0
Fax:   06186 2009-222

Öffnungszeiten

Mo    8:30 - 12:00 Uhr
Di     8:30 - 12:00 Uhr
Mi     8:30 - 12:00 Uhr
Do  14:00 - 18:00 Uhr
Fr     8:30 - 12:00 Uhr

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Blockadehaltung? - Eine persönliche Stellungnahme des Bürgermeisters

 

Nun scheint er also eröffnet. Der Wahlkampf vor der Kommunalwahl 2021. Von einer Blockadehaltung des Bürgermeisters, nicht oder nur verspätet umgesetzten Beschlüssen der Gemeindevertretung ist da die Rede, allgemein herrscht Unzufriedenheit. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wird der Bürgermeister mit Dienstaufsichtsbeschwerden überzogen und ein Antrag auf Erzwingung eines Disziplinarverfahrens steht auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung.

Um objektiv zu beurteilen, ob tatsächlich gar nichts voran geht, lohnt sich zunächst ein Blick zurück. Der letzte Bebauungsplan auf Großkrotzenburger Gemarkung stammt noch aus der Amtszeit von Bürgermeister Klaus Reuter. Seitdem blicken wir auf einen mehr als 15-jährigen Planungsstau, von den Reparatur- und Sanierungsstaus an öffentlichen Gebäuden ganz zu schweigen. Sicherlich ist Großkrotzenburg finanziell nicht auf Rosen gebettet und für dringende Aufgaben fehlt bislang schlicht das Geld. Dies aber auch, weil man in guten Jahren keinen Weitblick bewiesen, sondern das Geld mit vollen Händen ausgegeben hat.

Aktuell befinden sich fünf Bebauungspläne in der Umsetzung. Zahlreiche Gespräche liegen diesen Bebauungsplänen zugrunde, die auch mit gutem Erfolg im Sinne der Gemeinde Großkrotzenburg geführt werden konnten. Insbesondere, was die Verhinderung einer unliebsamen Ansiedlung einer Asphaltrecyclinganlage auf dem Gelände des Kraftwerks Staudingers angeht, kam die Initiative aus dem Rathaus bis hin zu einem für die Gemeinde mehr als günstigen städtebaulichen Vertrag mit dem Kraftwerksbetreiber Uniper. Im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts Ärztehaus befindet sich der Bebauungsplan in der Endabstimmung mit HessenMobil, der Bebauungsplan für den notwendigen Kindergartenneubau St. Vinzenz ist umgesetzt. Dies sind nur einige Projekte, die im Bereich ärztliche Versorgung, Kinderbetreuung und Ansiedlung von Gewerbe als zukunftsweisend für Großkrotzenburg bezeichnet werden können. Bei der Frage, wie sich Großkrotzenburg in Zukunft als Wohnortgemeinde entwickeln möchte, sind es unterdessen die Mehrheitsfraktionen von FDP und Grünen, die ihrerseits – wenn man es so bezeichnen möchte – eine Blockadehaltung einnehmen und ganz offensichtlich die notwendige und auch geschuldete Diskussion mit der Öffentlichkeit scheuen. Sicherlich kann man bei diesem Thema geteilter Meinung sein, aber man muss es ergebnisoffen diskutieren. Stattdessen fasst man den Beschluss, 3 ha Baugebiet nördlich der Straße Eichelacker zu entwickeln, dessen Erschließung ausschließlich über das Neubaugebiet und die angrenzenden Wohnstraßen möglich sein wird. Erkenntnisse, die man von Fachplanern erhalten hat, verbunden mit der dringenden Empfehlung, zukünftige Baugebiete von der L3309 (Taunusstraße) her zu entwickeln, werden beiseite gewischt, wobei die FDP ihre eigene Überzeugung dem Koalitionsvertrag zu opfern scheint.

Zahlreiche weitere Projekte befinden sich derzeit in der Bearbeitungs- und Umsetzungsphase. Dies mag dem einen oder anderen Parlamentarier nicht schnell genug gehen. Angesichts des jahrelangen Stillstands in Großkrotzenburg, kann man allerdings keine Wunder erwarten. Zu den genannten Projekten wird, um den Rahmen dieser Stellungnahme nicht zu sprengen, in der Presse sukzessive berichtet werden.



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