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Gemeinde Großkrotzenburg

Bahnhofstraße 3
63538 Großkrotzenburg
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Mo    8:30 - 12:00 Uhr
Di     8:30 - 12:00 Uhr
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Do  14:00 - 18:00 Uhr
Fr     8:30 - 12:00 Uhr

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Heilsbringer Hanau?

 

Zu einem Gedankenaustausch traf sich Bürgermeister Thorsten Bauroth in der vergangenen Woche mit den Mitgliedern der „Initiativgruppe für ein zukunftssicheres Großkrotzenburg“. Aus Sicht des Bürgermeisters kann das Gespräch bei allen bestehenden Kontroversen durchaus als konstruktiv bezeichnet werden.

Umso verwunderlicher ist es, wenn der Sprecher (?) der Initiativgruppe, Herr Aloys Lenz, dem Bürgermeister in einer Pressemitteilung in Bezug auf vorgelegte Zahlen Desinteresse vorwirft. Das Gegenteil ist der Fall. Bei den Zahlen handelt es sich aber um insgesamt nur fünf Daten aus der vergleichenden Prüfung des Rechnungshofes „Haushaltsstruktur Sonderstatusstädte“ aus dem Jahr 2016. Dies ist sicherlich keine Grundlage, um die Behauptung des Herrn Lenz zu untermauern, bei einer Eingemeindung Großkrotzenburgs nach Hanau hätten die Bürger per se und automatisch mit geringeren Gebühren und Steuern zu rechnen und alles wird besser. Da hilft es auch nichts, die Gemeindevertreter und den Bürgermeister an anderer Stelle der Borniertheit zu bezichtigen, um von den fehlenden eigenen Argumenten abzulenken.

Selbstverständlich können weder Bürgermeister, noch die übrigen politischen Vertreter zum jetzigen Zeitpunkt Garantien für eine Entwicklung der Steuereinnahmen abgeben, da insbesondere die Gewerbesteuer von konjunkturellen Entwicklungen abhängt und auch aufgrund der aktuellen Steuergesetzgebung viele Unwägbarkeiten beinhaltet. Bei allen Beteiligten sollte jedoch die Erkenntnis gereift sein, dass Großkrotzenburg auf der Einnahmeseite ein strukturelles Problem hat, an dem gearbeitet werden muss. Deswegen ist es aus Sicht des Bürgermeisters konsequent, konstruktiv an der Um- bzw. Neunutzung des Kraftwerksgeländes ebenso mitzuarbeiten, wie sich mit dem vor Jahren ad acta gelegten Gewerbegebiet West II zu beschäftigen. Zumal es regelmäßig Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen gibt, eröffnet dies die Chance für eine Steigerung des Gewerbesteueraufkommens.

Wenn der Sprecher der Initiativgruppe dies als „vage Hoffnung“ abtut, dann ist er dazu aufgerufen, zielführende Alternativvorschläge zu unterbreiten. Klarstellend sei angemerkt, dass Bürgermeister Thorsten Bauroth nicht ausgeführt hat, es gebe derzeit keine konkreten Gespräche mit einem Rechenzentrums-Betreiber. Vielmehr muss betont werden, dass ein ständiger Austausch mit der Kraftwerksleitung zur Thematik stattfindet.

So wird beispielsweise in den kommenden Tagen ein Gespräch mit der Kraftwerksleitung über den aktuellen Stand der Planungen auch zur Recyclinganlage stattfinden.

Auch zum Thema „Streuobstwiesen“ konnte der Bürgermeister nicht „keine Antwort“ geben, sondern hat vielmehr auf die zahlreichen Gespräche  der Gemeindeverwaltung mit dem erwähnten Ortsbürger verwiesen, im Rahmen derer dieses Thema mehrfach erläutert wurde. Die Bauverwaltung wird dieses Thema jedoch noch einmal insgesamt aufarbeiten.

Einer weiteren sachlichen Diskussion wird sich Bürgermeister Thorsten Bauroth nicht verschließen.

Allerdings mussten auch die Mitglieder der Initiativgruppe einräumen, dass in Bezug auf die angestrebte Ausgliederung Hanaus aus dem Main-Kinzig-Kreis noch längst nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen. Schön und ehrlich wäre es gewesen, wenn der Sprecher der Initiativgruppe auch diesen Aspekt in seiner Mitteilung erwähnt hätte, anstatt alle anderen Lösungsansätze als „unverbindlich“ und „unverlässlich“ zu bezeichnen.

Ist Hanau wirklich der Heilsbringer ohne unkalkulierbare Risiken? Diese Frage wird man wohl kaum mit Ja beantworten können.



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