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Kläranlage

Die Kläranlage der Gemeinde Großkrotzenburg wurde gleichzeitig mit dem Bau der Kanalisation 1961/62 geplant und in den Jahren 1963/64 gebaut.

Im Laufe der Jahre änderten sich sowohl die Anforderungen für die Abwassereinleitung als auch die Zulaufbelastung, so daß in den Jahren 1978 -1980 mit intensiven Überlegungen zur Erweiterung der Kläranlage begonnen wurde. Nach einer umfassenden Planungsphase in Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern wurde 1982 ein baureifer Entwurf für eine Anlage mit erhöhter Kapazität, bemessen auf 10.000 Einwohnergleichwerte, vorgelegt. Nach der Genehmigung konnte 1984 mit dem Um- und Erweiterungsbau begonnen werden. Das Einlaufbauwerk wurde mit einer dritten Schneckenpumpe versehen, der Grobrechen erneuert und der alte Sandfang durch einen belüfteten Sandfang ersetzt. Der Tropfkörper wurde entfernt und ein einstufiges, zweistraßiges Belebungsbecken errichtet. Das alte Nachklärbecken wurde zum Voreindicker für den Faulturm umfunktioniert und ein neues Nachklärbecken gebaut. Die Baukosten betrugen rund 5 Millionen DM.

 

Die Bauarbeiten waren Mitte 1986 abgeschlossen. Es stand nun eine dem damals neuesten Stand der Technik entsprechende moderne Kläranlage zur Verfügung. In ihren Elementen ist dies die Anlage, wie sie heute zu sehen ist.

 

1997 wurde dann der Grobrechen durch einen neuen Feinrechen mit Rechengutwäsche und -presse ersetzt. Der Räumer des Vorklärbeckens wurde erneuert und 1998 kam eine Sandwäsche mit Sandklassierer dazu. Nun sind zwischen Planung und Erweiterungsbau auch schon wieder mehrere Jahre vergangen, neue verschärfte Anforderungen werden an die Qualität des gereinigten Abwassers gestellt, die von der Gemeinde zu erfüllen sind.

Es sind bereits Planungen eingeleitet, um weitergehende Reinigungsziele wie die Phosphatelimination, die Nitrifizierung und Denitrifikation zu erreichen. So muß die Kläranlage erneut erweitert werden, um diese u.a. in der EU-Norm geforderte, sogenannte "Dritte Reinigungsstufe" zu schaffen.

Für die Phosphatelimination steht seit Anfang 1999 übergangsweise eine mobile Phosphatfällstation auf der Kläranlage.

 

Für die problemlosen Abläufe auf der Großkrotzenburger Kläranlage sorgt ein dreiköpfiges Team, das im Schichtbetrieb für eine allen Anforderungen genügende Abwasserreinigung garantiert.

In der Schaltwarte werden alle Betriebsvorgänge überwacht und die kontinuierlich gemessenen Werte (Abwassermenge, pH-Wert, Wassertemperatur, etc. ) aufgezeichnet. Im Labor werden die verschiedenen Untersuchungen (Schmutzwasser, Schlamm, geklärtes Wasser) gemäß Eigenkontrollverordnung durchgeführt. Nur durch sorgfältige Überwachung kann gewährleistet werden, daß die Qualität des geklärten Abwassers den gestellten Anforderungen genügt.

 

 




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