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Schleuse Krotzenburg

Im Jahre 1883 entstanden im Auftrag des deutschen Kaiserreiches auf der Strecke Mainz- Frankfurt die ersten sechs Schleusen. Die Errichtung der Bauwerke im Abstand von 10 bis 20 km und das ausbaggern des Flussbettes auf 2,50 m Tiefe und 26m Breite, schuf Fahrmöglichkeiten für Schiffe bis zu 1500 Tonnen. Jetzt erreichten auch die Rheinschiffe ohne zeitraubendes Umladen in Mainz, die Industriestätte am Untermain. Von 1898 bis 1900 baute man die Strecke Frankfurt-Offenbach aus. Bis Ende des ersten Weltkrieges führte Bayern und Preußen die Kanalisation bis Aschaffenburg fort, so dass schon 1921 zwischen Mainz und Aschaffenburg 12 Schleusen den Wasserlauf des Maines regulierten. Im Zuge dieses Programmes begann man 1915 mit der Errichtung der Staustufe Krotzenburg.

Als Baumaterial verwendete man Beton die Sichtflächen der Bauwerke und Pfeiler verblendete man mit Sandsteinquadern. Die Krotzenburger Schleuse gehörte nach Vollendung der Staustufe im Jahre 1920 zu den modernsten ihrer Art am Main. So verzichtete man auf die schwierig zu regulierenden Nadelwehre und baute Walzen, auch Trommelwehre genannt ein. Weiterhin sollte auch die Wasserkraft des Maines zur Energieerzeugung genutzt werden.

Da der preußische Staat die Wasserkraft der Staustufe Krotzenburg für sich nutzen wollte, übernahm er auch die Mehrkosten für den Ausbau und den Betrieb der Anlage.

 




Die momentane Staustufe Krotzenburg im Spiegel der Zahlen

Breite der Anlage von Ufer bis Ufer: 200 Meter


Auftraggeber:

Wasser- und Schiffahrtsabteilung des Bundes Neubauabteilung für den Untermain Aschaffenburg

Bauzeiten :

Bauzeit der gesamten Anlage:
Mai 1979 bis Dezember 1983 Stauumlegung auf das neue Wehr:
3. August 1981 Abbruch der neuen Wehranlage mit Pfeilerkraftwerk: 1981 bis 1983
Erste Flutung der Schleusenkammer: 18. Oktober 1983

Materialbedarf:

Erdbewegung: 500.000 Kubikmeter
Spundwände: zirka 6.000 Tonnen Stahlblech
Länge der Spundbohlen: bis zu 23 Meter
Betonbedarf: 35.000 Kubikmeter

Baukosten:

88 Millionen D-Mark

Abmessungen und Funktionen derSchiffsschleuse:

Gesamtlänge mit Vorhafen: 1.180 Meter
Breite der Vorhäfen: 66 Meter
Schleusenkammerlänge: 300 Meter
Kammerbreite: 12 Meter
Kammertiefe: zirka 9 Meter
Fallhöhe zwischen Ober- und Unterwasser: 2,94 Meter Wasserbedarf für eine Kammerfüllung: 11.000 Kubikmeter Füllzeit der Kammer: zirka 10 Minuten
Entleerungszeit: zirka 8 Minuten
Dauer der Schleusung: maximal 30 Minuten Fahrzeitverkürzung gegenüber der alten Anlage:
rund 1 Stunde

Wehranlage:

Breite der Wehrverschlüsse: 3 mal 36 Meter Gesamtbreite: 126 Meter






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